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Aktuelles aus Schloss Varenholz

Drogenprävention: Theaterstück gegen Sucht mit viel Identifikationspotential

Im Rahmen des eines Dogenpräventionstages an der Real- und Sekundarschule Schloss Varenholz präsentierte das "Theater Sehnsucht" aus Hamburg den Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 10 das Theaterstück "Wilder Panther Keks!", das sich inhaltlich mit dem Thema Sucht auseinandersetzte.

Max ist am Ende; er stolpert durch die Zuschauerreihen auf die Bühne, wo fünf anarchistische Engel auf ihn warten. Voll zugedröhnt mit einem Cocktail aus Pillen und Alkohol steht er plötzlich vor diesen fünf Engeln am Eingang zum Himmel. Diese merkwürdigen Gestalten wissen mehr über sein Leben, als ihm lieb ist.  Ein turbulentes und einfühlsames Geschehen nimmt seinen Lauf.  Max hat ein Problem mit Löchern. Die stopft er, zuerst mit Gummibärchen, später mit Alkohol und Tabletten. Für Max sind immer die anderen schuld: “Wenn sie nicht; wenn sie mir keine Zigaretten angeboten hätten; wenn ich mich nicht so uncool gefühlt hätte.” Seine Eltern sind sauer, weil er von der Schule geflogen ist. Seine Freundin will nichts mehr mit ihm zu tun haben und sein Selbstbewusstsein geht gegen Null. Max ist am Ende. Die Engel konfrontieren Max wird mit seinen verschiedenen Konflikten, und sie geben ihm keine Chance, sich rauszureden. Er fängt an, sich zu entscheiden und bekommt am Ende eine neue Perspektive.

Das aus der Feder von Autor Günter Jankowiak stammende und von Regisseur Fred Buchalski in Szene gesetzte Stück belehrt nicht, es bewegt. Die Schauspieler verstehen es, Selbstmitleid, Schicksalsergebenheit und Depression mit psychologischer Genauigkeit und Humor zu Leibe zu rücken, machen die Vergangenheit zum Spielmaterial und geben dem aussichtslos scheinenden Fall eine neue Perspektive. Regisseur Buchalski hat die Gefahren von Abhängigkeit und Sucht am eigenen Leib erfahren. Offenherzig berichtete er der anwesenden Schülerschaft schon vor Beginn des Stückes von seinem eigenen Kampf gegen Alkohol- und Medikamentensucht. "Als ich in die Klinik kam, wusste ich nicht mehr wo vorne und hinten ist", so Buchalski. Sicherlich trugen auch diese persönlichen Erfahrungen des Regisseurs zur Authentizität des Stückes dazu bei, in dem sich die Jugendlichen in vielen Spielszenen mit ihren eigenen Problemen konfrontiert sahen.  

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